Wien ist auf sich allein gestellt - und die Übermacht ist erdrückend. Nur 20.000 kampferprobte Söldner halten sich in der Stadt auf. Auf ihnen ruht jetzt die ganze Hoffnung der Stadt. Eine über zweiwöchige Belagerung beginnt. Die gefährlichste Waffe der Angreifer: Minen. Heimlich werden Tunnel gegraben, um die Stadtbefestigung zu unterminieren und mit Hilfe von Schwarzpulverladungen zum Einsturz zu bringen. Doch der Plan wird vereitelt. Ein Überläufer macht die türkischen Pläne den Verteidigern offenbar. Jetzt sitzen die Wiener in ihren Kellern, lauschen auf verdächtige Geräusche und graben ebenfalls Tunnel, um die Minen der Türken aufzuspüren und unschädlich zu machen. Werden die osmanischen Mineure entdeckt, kommt es zu heftigen Grabenkämpfen, oftmals Mann gegen Mann. Nur mit knapper Not kann Wien gehalten werden.
Am 12. September berät sich Suleimann mit seinen Anführern. Die Versorgungslage ist schlecht, die aufgrund von Regen völlig aufgeweichten Wege erschweren den Nachschub. Noch ein letzter Angriff soll gewagt werden, ehe der Winter einbricht. Am 14. Oktober ist es soweit. Diesmal gelingt es den Türken, eine große Bresche ins Kärtnertor zu schlagen - Wien scheint besiegt. Nur wenige Soldaten sind auf den Festungsmauern verblieben. Doch die Angreifer haben Pech, der Schutt des gesprengten Tores fällt nach außen und macht die Erstürmung unmöglich. Suleimanns Elitetruppe, die Janitscharen, brechen den Angriff eigenmächtig ab. Wien ist gerettet. In der Nacht zum 15. Oktober beginnt der Abzug des gigantischen Heeres. Tausende Türken verhungern noch auf dem Rückmarsch.
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