Friedrich der Gebissene – Der letzte Staufer

1268 - Das Imperium der Staufer-Kaiser zwischen Nordsee und Sizilien zerfällt, nachdem der Urenkel Barbarossas, Konradin, in Neapel enthauptet wurde.

Doch in Thüringen gibt es einen weiteren Nachkommen des Kaisers: Nicht Konradin, sondern der spätere wettinische Land- und Markgraf Friedrich, Sohn der Margarethe von Hohenstaufen, ist der tatsächlich „letzte Staufer“!

Sein Schicksal ist geprägt vom lebenslangen Kampf um das Erbe seiner Vorfahren. Und auch die Kyffhäuser-Legende vom „ruhenden Kaiser im Berg“ geht auf ihn, Friedrich, zurück. Erst viel später wird man seinen berühmteren Urahn Kaiser Friedrich Barbarossa in das Thüringer Felsmassiv hinein deuten.

Friedrich der Gebissene (Rafael Banasik) kämpfte sein Leben lang um sein Erbe.

Er heiratete die 30 Jahre jüngere Elisabeth zum Ausbau seiner Macht.

Friedrich ist ein Urenkel Barbarossas.

Bürger auf dem Marktplatz.

Friedrich soll bei einem Theaterstück einen Schlaganfall erlitten haben.

Jürgen Polzin spielt Heinrich den Erlauchten.

So sah ein mittelalterlichses Fürstenmahl aus. (alle Bilder: MDR)

Friedrich der Gebissene (Rafael Banasik) kämpfte sein Leben lang um sein Erbe. (Bild: MDR)
Friedrich der Gebissene (Rafael Banasik) kämpfte sein Leben lang um sein Erbe.

Eine filmische Zeitreise in eine vergangene Welt der Ritter, Grafen und Prinzessinnen, die romantischen Märchen wie nationalistischen Mythen den Stoff lieferte.

Eine ganze Epoche anhand eines packenden Schicksals erzählt: Land- und Markgraf Friedrich, eine der spannendsten Persönlichkeiten des Mittelalters, ist Zeuge der abenteuerlichen Zeit eines großen historischen Umbruchs in Europa, des Untergangs des mächtigen Kaisertums der deutschen Cäsaren.

Sendung:
09.11.2003, 20.15 Uhr, MDR

Drehorte:
Neuenburg, Erfurt, Freyburg, Eisenach, Goseck, Kyffhäuser,
Rudelsburg (Bad Kösen), Meißen, Burg Schönburg, Liebethal (Pirna), Wartburg, Freiberg, Rochlitz, Leipzig, Weimar, Landsberg, Tangermünde, Nossen

Regisseur Dirk Otto. (Bild: MDR)
Regisseur Dirk Otto.

Der Regisseur: Dirk Otto

Während seines Regie-Studiums an der Filmhochschule in Potsdam-Babelsberg und als Regisseur im DEFA-Studio Babelsberg drehte Dirk Otto bis 1991 Kino- und TV-Filme verschiedenster Genres, z.B. „Als wir leben wollten“, „Clochards“, „Der letzte Morgen“ oder „Wir bleiben hier“. Ab 1992 war er Regisseur und Autor für Produktionsfirmen in Potsdam-Babelsberg, Berlin, Köln, Paris, München und Leipzig u.a. für den WDR, RTL, ARTE und MDR, SFB, ORB: u.a. „Helden a.D.“, „Märkisches Burgenland“, „Ravensbrück“.

Seit 1998 ist er für DREFA und OTTONIA auch Producer von TV- Filmen wie „Hitlers schwarzer Orden“ (ARD) und Miautor oder Regisseur bei Filmen wie z.B. „Fürstenzug und Montagsdemo“ (1999), „Tanz auf dem Vulkan- Weimarer Republik“(2000), „Maler, Musen und Moneten“ (2001) und im Jahr 2002 „Otto der Große- Kampf um die Krone“ und „Elisabeth von Thüringen- Rebellin und Heilige“.

 

Kameramann Kai-Uwe Schulenburg
Kameramann Kai-Uwe Schulenburg

Der Kameramann: Kai-Uwe Schulenburg

Kai-Uwe Schulenburg wurde 1962 in Eberswalde geboren. Nach dem Abitur arbeitete er 1980 im Bereich Dramaturgie am Theater der Stadt Schwedt.

Nach einem Volontariat im Filmstudio der NVA und beim Fernsehen der DDR besuchte er 1992 die Schauspielschule in Berlin. 1986 war er erster Regieassistent bei Rainer Simon für den Kinospielfilm "Wengler & Söhne".

1989-96 folgte ein Studium an der Film- und Fernsehakademie Berlin. 1994 Herausgabe des Buches "Stein und Name - Die jüdischen Friedhöfe auf dem Gebiet der ehemaligen DDR und Berlin". Seit 1991 arbeitet Kai-Uwe Schulenburg als freier Kameramann im Bereich Kultur und Dokumentation.

Die Autorin: Leonore Brandt

Leonore Brandt wurde 1953 in Halle geboren. 1976 schloss sie ihr Journalistik- Studium an der Universität Leipzig ab. Als Redakteurin beim DFF gestaltete sie die Projekte „Das Filmkabinett“ und „Treffpunkt Kino“ mit. 1982 wurde Leonore Brandt Redakteurin und war für das Ressort Literatur verantwortlich. Seit 1992 ist sie freie Journalistin, vor allem für den MDR, RBB, die ARD und arte. Außerdem arbeitet sie für die „Neue Deutsche Literatur“, „Züricher Sonntagszeitung“, „Das Magazin“, „Die Zeit“ u.a.

Die DarstellerInnen

Rafael Banasik - Friedrich der Gebissene
Matthias Henkel - Albrecht der Entartete
Eveline Cannard - Margarethe v. Hohenstaufen
Yvonne Kuhn - Elisabeth von Arnshaugk
Jürgen Polzin - Heinrich der Erlauchte

Das Projekt-Team

Buch: Leonore Brandt
Regie: Dirk Otto
Kamera: Kai-Uwe Schulenburg
Kamera Assistent: Detlev Duksch
Schnitt: Thomas Kleinwächter

Licht: Mario Erdenberger, Timm Rettig
Kostüm: Manuela Samson
Maske: Nadine Ostafinski
Requisite: Frank Dietz
Mischung: Hans Kölling
Sprecher: Gunter Schoß

Recherche: Jens Wernicke
Redaktionsassistenz: Claudia Anton
Aufnahmeleitung: Annette Becker, Holger Müller
Produktionsleitung: Volker Holeček

Fachberater: Prof. Jörg Rogge
Producer: Steffen Jindra
Redaktion: Winifred König
Leitung: Claudia Schreiner