Im Frühjahr 1988 reisen die Töchter unter falschem Namen nach Berlin und schaffen es, den Anwalt Wolfgang Vogel zu treffen. Dieser organisiert die Ausreise. Am 26. August 1988 ist die Familie nach sechs Jahren schließlich wieder vereint.
„Die Frau vom Checkpoint Charlie“ erzählt das Schicksal der Familie Gallus mit Veronica Ferres in der Hauptrolle.
Doku ergänzt Zweiteiler
Die OTTONIA Media GmbH produzierte eigens für den Fernsehfilm eine begleitende Dokumentation. Geschäftsführer Frank Höfling ist gespannt, ob dieses Experiment gelungen ist. „Ich hoffe, dass der Zuschauer sich von der Geschichte der Jutta Gallus und ihrer Töchter mitreißen lässt“, sagt er. In der Kombination von Fernsehfilm und begleitender Dokumentation sieht Frank Höfling eine Möglichkeit, die Dokumentation als Genre aus dem vielfach attestierten Quotentief zu holen. „Die Event-Dokumentation ist für uns ein wichtiges Geschäftsfeld“, so der OTTONIA-Chef. Ein Feld, auf dem das Unternehmen zuletzt ein bemerkenswertes Achtungszeichen setzen konnte. Die für den MDR produzierte 90-minütige Dokumentation „Die Jahrhundertflut“ erzielte im August eine Quote von 14,1 Prozent.
Zeitzeugen vor der Kamera
Die Dokumentation zu „Die Frau vom Checkpoint Charlie“ verzichtet auf nachgestellte Szenen und vertraut ganz auf die Überzeugungskraft der Interviewpartner. Herausgekommen sei ein „puristischer Dokumentarfilm“, sagt Frank Höfling, der ganz auf die Emotion der Geschichte vertraut. Zum ersten Mal reden Jutta Gallus und ihre beiden Töchter über die gescheiterte Flucht, die Odyssee durch Heime und Gefängnisse und die glückliche Wiedervereinigung. Auch der Anwalt Wolfgang Vogel, der den Häftlingsfreikauf zwischen der DDR und der Bundesrepublik koordinierte, wird erstmalig vor der Kamera schildern, wie die Dinge im Jahr 1988 abgelaufen sind. Ergänzt wird der Film von Autor Peter Adler durch Bilder von Originalschauplätzen und Interviews mit Angehörigen. Für den Film gewährten die Töchter dem Autor Einblick in Briefe an die Mutter, die das ganze Ausmaß der Tragödie sichtbar machen.
Das Erste zeigte „Die Frau vom Checkpoint Charlie“ am 30. September 2007 und 1. Oktober 2007 jeweils um 20.15 Uhr. Die begleitende Dokumentation wurde am 1. Oktober 2007, um 21.45 Uhr gesendet.