Sommernachtsgeschichte

OTTONIA stellt 11. Staffel Geschichte Mitteldeutschlands fertig

Die neuen Folgen der Geschichte Mitteldeutschlands werden in diesem  Jahr bereits im August im MDR FERNSEHEN gezeigt. Am 9. August startet die diesjährige Staffel mit dem Film über Barbarossa. Projektleiterin Winifred König im Interview.


Die Filme der diesjährigen Staffel Geschichte Mittel- deutschlands sind abgedreht. Was ist das Besondere in diesem Jahr?

Drei Filme sind fertig, zwei noch in der Postproduktion. Aber was man schon sagen kann: Wir haben ein paar neue Sachen ausprobiert. Wir haben zum ersten Mal einen Film gemacht, der das Thema Geschichte Mitteldeutschlands eher weit auslegt. Bei Ernst Thälmann sagt ja jeder, das ist doch ein Hamburger. Aber Thälmann ist natürlich ein ostdeutsches und damit auch ein hiesiges Thema. Ich bin gespannt, wie die Zuschauer das annehmen.

Wir haben zum ersten Mal eine Computeranimation in einen Film eingebaut. Das ist natürlich nichts, was die Welt noch nicht gesehen hat. Aber für uns war das ein Experiment, nicht zuletzt, weil damit Kosten verbunden sind, die eigentlich nicht eingeplant waren. Wir haben das trotzdem möglich gemacht. Und nun kann man die einst riesige Burganlage auf dem Kyffhäuser sehen, von der in Wirklichkeit nur noch ein winziger Rest steht. Solche historischen Anlagen kann man anders gar nicht visualisieren. Die sind meist einfach weg.

Und noch einen weiteren Schritt sind wir gegangen: In den Spielszenen wird zunehmend gesprochen. Das ist, zumindest bei uns, neu. Das halte ich für ausbaufähig, dafür brauchen wir natürlich andere Drehbücher. Bislang haben wir ja keine Dialoge gehabt. Und auch die Tonleute müssen anders arbeiten.

An so einem Format gibt es immer etwas zu verbessern, auch oder gerade, wenn man es solange macht wie wir.

Kommen wir nochmal zur Computergrafik. Das ist etwas, das man mit teuren Hollywood-Produktionen verbindet. Wo habt ihr die Grafik machen lassen?

Klar, wir machen Hollywood (lacht). Nein im Ernst. Der Cutter des Barbarossa-Films ist zugleich Chef der Dresdener Firma A.I.F. Media, die sehr viel mit Computer-Animationen arbeitet. Insofern war das Know how vorhanden. Und das Beste war, so hatten wir einen Grafiker, der das Format seit Jahren kennt und zu vernünftigen Kosten etwas bauen konnte, was genau passt.

In den nächsten Staffeln kann man sowas dann öfter sehen?

Naja, sowas hängt natürlich vom Gegenstand des Films ab. Bei den Themen aus der jüngeren Vergangenheit brauche ich so etwas nicht. Wenn ich 1.000 Jahre zurückgehe, kann so eine Technik helfen. Aber das werden wir von Fall zu Fall entscheiden und nicht Standards um der Technik willen setzen.

Nach der Staffel ist vor der Staffel. Seid ihr schon in der Planung für das nächste Jahr?

Nun mal langsam. Wir senden dieses Jahr zwei Monate eher, stecken noch in der Endfertigung. Da hat man den Kopf noch nicht richtig frei. Natürlich denken wir permanent darüber nach, wie es weitergeht. Aber Namen kann und möchte ich noch nicht nennen.

Schon in wenigen Tagen läuft der erste Film zu einer ungewöhnlichen Jahreszeit, mitten im Sommer…

Das ist keine einfache Situation, vor allem für unsere Stammzuschauer. Es ist in diesem Jahr nicht leicht: Wir haben im September eine Wahl, im Herbst zu 20 Jahren Mauerfall sehr viele andere Geschichtsthemen. Insofern ist das eine Ausnahmesituation. Da muss man mal schauen, wie der Zuschauer damit umgeht. Im nächsten Jahr senden wir dann wieder im Herbst.

Ansonsten gab es Anfang des Jahres gute Nachrichten für die Geschichte Mitteldeutschlands, ein klares Bekenntnis seitens des MDR zur Reihe …

Das ist natürlich wichtig. Der MDR ist mein, unser Sender und die Zusammenarbeit mit allen Beteiligten ist hervorragend. Sonst gäbe es Geschichte Mitteldeutschlands nicht im elften Jahr. Wir bekommen sehr viel Unterstützung von allen Seiten, angefangen bei der Programmchefin, über den Fernsehdirektor, die Sendeleitung, bis zur Abteilung Kommunikation und Marketing, alle ziehen mit. Das ist für uns wunderbar.

 

Pressemitteilung © OTTONIA Media GmbH 8/2009