Elisabeth von Thüringen - Rebellin und Heilige

Eine Frau, die Armen Brot reicht, Kranke behandelt, für Notleidende da ist, die aber auch Königstochter und Thüringer Landgräfin ist und über die wundersame Geschichten bekannt sind: die Heilige Elisabeth.

Der Film über Elisabeth porträtiert eine Frau, die eine Schlüsselfigur in den politischen und religiösen Kämpfen und Intrigen des 13. Jahrhunderts war, mit der jongliert wurde in den Auseinandersetzungen zwischen Kaiser und Papst, zwischen Staufern und Welfen.

Mit vier Jahren muss die ungarische Königstochter ihre Heimat verlassen. Zur Braut des künftigen Thüringer Landgrafen erwählt, soll Elisabeth auf der Wartburg, am Hofe der Ludowinger aufwachsen.

Schon als vierjähriges Mädchen musste Elisabeth ihre Heimat verlassen.

Ihr Mann wird der Thüringer Landgraf Ludwig IV.

Elisabeth hilft notleidenden Menschen wo es nur geht.

Konrad von Marburg (Peter Schulze-Sandow) ist Elisabeths Beichtvater.

(alle Bilder: Filmausschnitte)

Elisabeth hilft notleidenden Menschen wo es nur geht. (Bild: Filmausschnitt)
Elisabeth hilft notleidenden Menschen wo es nur geht.
Schon als vierjähriges Mädchen musste Elisabeth ihre Heimat verlassen. (Bild: Filmausschnitt)
Schon als vierjähriges Mädchen musste Elisabeth ihre Heimat verlassen.

Sie gilt als Pfand in einem politischen Bündnis zwischen Thüringer Landgrafen und bayerischen Herzögen. Am Hof der Ludowinger wächst sie zusammen mit ihrem späteren Mann, Landgraf Ludwig IV., auf.

Hochzeit ist 1221, Elisabeth ist erst 14 Jahre alt. Während Ludwig den Kaiser auf einem Kreuzzug begleitet, regiert Elisabeth als Landgräfin.

Doch Ludwig kehrt vom Kreuzzug nicht zurück und schon bald wird die junge Witwe vom ludowingischen Hof vertrieben. Sie findet Zuflucht in Marburg, führt dort ein Leben in strenger Askese und gründet ein Spital nach dem Vorbild der Franziskaner.

1231, mit nur 24 Jahren, stirbt Elisabeth. Auch danach wird ihr Leben noch vereinnahmt. Auf Betreiben ihres Beichtvaters Konrad von Marburg und der Ludowinger, die sie von der Wartburg verstoßen hatten, wird die einstige ungarische Prinzessin heilig gesprochen.

Damit wird ihr Leben zur Legende, zum Symbol für selbstlose Liebe zu Armen und Kranken.

Der Film erzählt die Biographie einer Frau im Mittelalter, die es wagt, nach eigenen Überzeugungen zu leben, die sich von Standes- und politischen Zwängen befreit und um die sich viele Legenden ranken, wie jene vom Rosenwunder.

Eine Legende, die Elisabeth als Almosen spendende Fürstin beschreibt, deren Korb voller Speisen sich in einen Korb voller Rosen verwandelt, als sie von ihrem zornigen Mann zur Rede gestellt wird.  


Sendung:
27.10.2002, 20.15 Uhr, MDR

Drehorte:
Burg Creuzburg, Memleben, Runneburg, Weißensee, Wartburg, Eisenach, Weißensee, Werra, Ungarn

Regisseur Dirk Otto. (Bild: MDR)
Regisseur Dirk Otto.

Der Regisseur: Dirk Otto

Während seines Regie-Studiums an der Filmhochschule in Potsdam-Babelsberg und als Regisseur im DEFA-Studio Babelsberg drehte Dirk Otto bis 1991 Kino- und TV-Filme verschiedenster Genres, z.B. „Als wir leben wollten“, „Clochards“, „Der letzte Morgen“ oder „Wir bleiben hier“. Ab 1992 war er Regisseur und Autor für Produktionsfirmen in Potsdam-Babelsberg, Berlin, Köln, Paris, München und Leipzig u.a. für den WDR, RTL, ARTE und MDR, SFB, ORB: u.a. „Helden a.D.“, „Märkisches Burgenland“, „Ravensbrück“.

Seit 1998 ist er für DREFA und OTTONIA auch Producer von TV- Filmen wie „Hitlers schwarzer Orden“ (ARD) und Miautor oder Regisseur bei Filmen wie z.B. „Fürstenzug und Montagsdemo“ (1999), „Tanz auf dem Vulkan- Weimarer Republik“(2000), „Maler, Musen und Moneten“ (2001).

 

Kameramann Kai-Uwe Schulenburg
Kameramann Kai-Uwe Schulenburg

Der Kameramann: Kai-Uwe Schulenburg

Kai-Uwe Schulenburg wurde 1962 in Eberswalde geboren. Nach dem Abitur arbeitete er 1980 im Bereich Dramaturgie am Theater der Stadt Schwedt.

Nach einem Volontariat im Filmstudio der NVA und beim Fernsehen der DDR besuchte er 1992 die Schauspielschule in Berlin. 1986 war er erster Regieassistent bei Rainer Simon für den Kinospielfilm "Wengler & Söhne".

1989-96 folgte ein Studium an der Film- und Fernsehakademie Berlin. 1994 Herausgabe des Buches "Stein und Name - Die jüdischen Friedhöfe auf dem Gebiet der ehemaligen DDR und Berlin". Seit 1991 arbeitet Kai-Uwe Schulenburg als freier Kameramann im Bereich Kultur und Dokumentation.

Die Autorin: Leonore Brandt

Leonore Brandt wurde 1953 in Halle geboren. 1976 schloss sie ihr Journalistik-Studium an der Universität Leipzig ab. Als Redakteurin beim DFF gestaltete sie die Projekte „Das Filmkabinett“ und „Treffpunkt Kino“ mit. 1982 wurde Leonore Brandt Redakteurin und war für das Ressort Literatur verantwortlich.

Seit 1992 ist sie freie Journalistin, lebt in Leipzig und Berlin und arbeitet vor allem für den MDR, ORB, die ARD und arte.

Die DarstellerInnen

Diana Daneva - Elisabeth
Jörg Malchow - Landgraf Ludwig
Peter Schulze-Sandow - Konrad von Marburg
Maik Ellinger - Ritter Vargula