Wertvolles Zeitzeugenmaterial
„Im Augenblick drehen wir die Interviews mit den Zeitzeuginnen“, berichtet Andrea Bergmann, Produzentin der Doku. Inzwischen sind sieben Interviews im Kasten. Die Teams waren hierfür in Thüringen, Hessen, Baden-Württemberg und in Sachsen unterwegs.
„Bei Dokumentationen über den Zweiten Weltkrieg sind die Protagonisten naturgemäß schon sehr betagt. Darauf muss man bei den Dreharbeiten natürlich Rücksicht nehmen“, erklärt Produzentin Bergmann. Andererseits sei es die letzte Generation Zeitzeugen, die zum Zweiten Weltkrieg noch Aussagen aus erster Hand machen kann. Dadurch sei das gedrehte Material auch besonders wertvoll.
Vergrabene Erinnerungen
Auch Elisabeth Veith musste einen Drehtermin aus gesundheitlichen Gründen absagen. Aber dann wollte sie doch sprechen. Über viele Jahre hatte sie die Erinnerungen an die Front und ihre spätere Kriegsgefangenschaft tief vergraben. „Ich wollte nicht, dass mir unangenehme Dinge nachgesagt werden“. Erst heute, mit über 80 Jahren, gelingt es ihr, zu reflektieren.
Schon im März wird bei der OTTONIA mit dem Schnitt für die Dokumentation „Frontschwestern“ begonnen. Entstehen sollen dabei zwei Versionen: Eine 52-Minuten-Version für ARTE und eine 45-Minuten-Fassung für den MDR. Die Filme sollen voraussichtlich im Herbst gesendet werden.
Pressemitteilung © OTTONIA Media GmbH 2/2009