Hermann von Salza - Der Kreuzritter aus Thüringen

 

1229. Am 18. März krönt sich ein vom Papst zum Ketzer gebannter Kreuzfahrer zum König von Jerusalem.

Es ist Kaiser Friedrich II. An der Seite des neuen Königs steht sein treuester Gefolgsmann, Hermann von Salza, der Hochmeister des Deutschen Ordens.

Der aus Thüringen stammende Adelige ist der überragende Diplomat seiner Zeit. Nur seinem Geschick ist die Rücknahme des päpstlichen Banns im Frieden von San Germano (1230) zu verdanken.

Hermann von Salza (Bernd Stichler) in seiner Burg mit einem Schreiben an Papst Gregor IX.

Nach dem Friedensschluss zwischen Kaiser und Papst wird Hermann zum Mahl geladen.

Kleines Chaos bei den Dreharbeiten auf der Burg Querfurt.

Kameramann Kai-Uwe Schulenburg beim Dreh in Italien.

Regisseur André Meier genießt in der Drehpause die Aussicht über Trani.

Hermann von Salza schafft es, den päpstlichen Bann gegen den Kaiser aufzuheben.

Ritter des Deutschen Ordens zu Pferd.

Der junge Hermann (Niklas Linnenbach) und sein Ausbilder (Maik Elliger).

Hermann von Salza wird zum Ritter geschlagen.

Kameramann Kai-Uwe Schulenburg dreht in Jerusalem.

Auf der Burg Querfurt wurden die Lazarettsszenen gedreht.

Die Jerusalemer Altstadt.

Ruinen von Montfort. Hier hatte Hermann von Salza seinen Stammsitz.

Der Hafen von Akkon. Hier wurden einige Szenen gedreht.

Peter Schulze-Sandow spielt Papst Gregor IX.

Nach von Salzas Tod spricht der Papst einen zweiten Bann aus.

Begegnung Hermanns von Salza mit Kaiser Friedrich II. (alle Bilder: MDR)

Dem Pferd schmeckt die Mikrofonangel.
(Bild: MDR)

Beim Kreuzzug 1229 begleitet Hermann von Salza Kaiser Friedrich II ins Heilige Land. (Bild: MDR)
Beim Kreuzzug 1229 begleitet Hermann von Salza Kaiser Friedrich II ins Heilige Land.
Ritter des Deutschen Ordens zu Pferd. (Bild: MDR/ Trepte)
Ritter des Deutschen Ordens zu Pferd.

Sein diplomatisches Können ist der Grundstein für den Aufstieg des Deutschen Ordens zur führenden Territorialmacht in den Ostgebieten des deutschen Reiches.

Als Hermann 1239 stirbt, verliert der Kaiser seinen fähigsten Diplomaten. Am selben Tag schleudert Papst Gregor IX. den zweiten Bann gegen den Kaiser.

Das diplomatische Werk Hermann von Salzas zerbricht. Der Deutsche Orden aber, den Hermann in 30 Jahren als Hochmeister zur Macht führte, wird für Jahrhunderte die deutsche Geschichte mitbestimmen.

 

 

 

 


Sendung:
07.11.2004, 20.15 Uhr, MDR


Drehorte:
Altenburg, Eisenach, Bad Langensalza, Nordhausen, Konradsburg bei Ermsleben, Burg Querfurt, Jerusalem, Akkon, Montfort, Rom, Anagni, Andria, Castel del Monte, Brindisi, Malbork (Marienburg), Radzyn Chelminski (Rheden)

 

Die historische Persönlichkeit Hermann von Salza (1179 - 1239)

Die Ruine der Burg Montfort bei Akko im heutigen Israel machte Hermann von Salza zu seinem Stammsitz. (Bild: MDR)
Die Ruine der Burg Montfort bei Akko im heutigen Israel machte Hermann von Salza zu seinem Stammsitz.

Hermann von Salza wurde vermutlich 1179 in Langensalza geboren. Seine Familie war ein niedriges Adelsgeschlecht, welches im Dienst der thüringischen Landgrafen stand.

Erst 1209 trat er auf die Bühnenfläche der Weltgeschichte, als er in Akkon, im Heiligen Land Israel zum Hochmeister des Deutschen Ordens gewählt wird. Im Gegensatz zu seinen drei Vorgängern baute er den Orden zu einer schlagkräftigen Armee aus.

1239 starb er in Barletta in seiner Wahlheimat Italien. Er war ein herausragender Politiker und Diplomat im Europa des 13. Jahrhunderts.

Regisseur André Meier genießt in der Drehpause die Aussicht über Trani an der Adria.(Bild: MDR)
Regisseur André Meier genießt in der Drehpause die Aussicht über Trani an der Adria.

Der Autor und Regisseur: André Meier

André Meier wurde 1960 in Berlin geboren. Er studierte Kunstgeschichte und arbeitet seit 1992 als freier Autor für Presse, Rundfunk, Fernsehen und Theater. Er ist als Redakteur der Tageszeitung (taz) in Berlin und als Korrespondent für die Kunstzeitschrift „Art“ in Hamburg tätig. 1999 publizierte er den Roman „Fixies“ (Aufbau-Verlag). 2008 „Die kleine Aussteigerfibel“ (Seitenstraßenverlag). 2009 folgte das Buch „Die Geburt des radikalen Islamismus aus dem Hüftspeck des deutschen Schlagers“ gemeinsam mit Jürgen Kuttner (Rowohlt-Verlag). André Meier ist Autor und Regisseur zahlreicher TV-Produktionen.

So verfasste er u. a. die Drehbücher zu „Auch deutsche Kunst“, ARD, 1992, „Abgehangen und vergessen, Kunst der DDR“, WDR, ORB, 1996, „Soundtrack Ost – Musik und Macht in der DDR“, ARTE, 2004, „Liebte der Osten anders?“, ARD, ARTE, 2006 oder „Das Mädchen und die Panzer“, ARTE, 2009. Für die „Geschichte Mitteldeutschlands“ ist er seit 2001 regelmäßig als Autor und Regisseur tätig. 

Kameramann Kai-Uwe Schulenburg beim Dreh in Italien. (Bild: MDR)
Kameramann Kai-Uwe Schulenburg beim Dreh in Italien.

Der Kameramann: Kai-Uwe Schulenburg

Kai-Uwe Schulenburg arbeitete nach dem Abitur 1980 im Bereich Dramaturgie am Theater der Stadt Schwedt. Nach einem Volontariat im Filmstudio der NVA und beim Fernsehen der DDR besuchte er 1992 die Schauspielschule in Berlin.

1986 war er erster Regieassistent bei Rainer Simon für den Kinospielfilm „Wengler & Söhne“. 1989-96 folgte ein Studium an der Film- und Fernsehakademie Berlin.

1994 veröffentlichte er das Buch „Stein und Name - Die jüdischen Friedhöfe auf dem Gebiet der ehemaligen DDR und Berlin". Seit 1991 arbeitet Kai-Uwe Schulenburg als freier Kameramann im Bereich Kultur und Dokumentation.


Die Fachberater:

Dr. Stefan Tebruck:

Dr. Stefan Tebruck Studierte Geschichte, Lateinische Philologie und Kath. Theologie an den Universitäten Köln, Bonn und Tübingen. 1993 erhielt er sei erstes Staatsexamen in Köln. 1997 promovierte er in Jena mit einer Dissertation zum Thema "Die Reinhardsbrunner Geschichtsschreibung im Hochmittelalter. Klösterliche Traditionsbildung zwischen Fürstenhof, Kirche und Reich". Seit 2000 arbeitet er als wissenschaftlicher Assistent am Lehrstuhl für Thüringische Landesgeschichte und Mittelalterliche Geschichte. Sein Habilitationsprojekt war "Mitteldeutschland und die Kreuzzüge". 2002 wurde er Stipendiat des Deutschen Historischen Instituts in Rom.

Helge Wittmann:

Helge Wittmann wurde 1970 in Bad Frankenhausen geboren. Er studierte Geschichte und Sozialkunde im Lehramtsstudiengang für Gymnasien in Jena. 1998 legte er sein erstes Staatsexamen ab. Seine Promotion wurde von der Studienstiftung des deutschen Volkes gesponsert. Das Thema der Dissertation war "Adel im hochmittelalterlichen Thüringen. Zur Geschichte der Herren von Heldrungen, der Grafen von Buch und der Grafen von Wartburg-Brandenburg im 12. und 13. Jahrhundert“. Juni 2003 schloss er die Arbeiten an seiner Dissertation ab. Von Juni 2000 bis Dezember 2001 arbeitete er als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Ausstellungs- und Publikationsprojekt "Memleben - Sterbeort Kaiser Ottos des Großen". Seit 2003 ist er wissenschaftlicher Mitarbeiter am Ausstellungsprojekt „Zwischen Kathedrale und Welt - 1000 Jahre Domkapitel Merseburg“.

Die DarstellerInnen

Bernd Stichler - Hermann von Salza
Marc Richter - Kaiser Friedrich II.
Peter Schulze-Sandow - Papst Gregor IX.

Das Projekt-Team

Redaktion: Winifred König
Autor/ Regisseur: André Meier
Kamera: Kai-Uwe Schulenburg
Producer: Steffen Jindra
Aufnahmeleitung: Ivonne Schönau


Kostüm: Katharina Meintke
Maske: Nadine Ostafinski
Ausstattung/Requisite: Friederike Meintke
Musik: Olaf Parusel
Graphiken: Ingolf Hetscher