Als Markgraf von Meißen zählt Konrad zur Elite des Römisch-Deutschen Reichs – eine Position, die der geschickte Diplomat zu nutzen weiß. Mit den wechselnden Herrschern stellt er sich stets gut, wird dafür reich beschenkt und kann seine Güter mehren.
Sein Seelenheil im Blick, gründet Konrad die Stiftskirche auf dem Petersberg bei Halle und schafft damit eine Grab- und Kultstätte für sich und seine Familie. Zugleich organisiert er von dort den Fortgang der christlichen Mission im Land östlich von Elbe und Saale, wo damals vorwiegend Slawen leben. Klappt das nicht friedlich, so greift er zum Schwert, um die Heiden zu bekehren – wie im Slawenkreuzzug von 1147.
Am Ende seines Lebens ist Konrad von Wettin der mächtigste Fürst im Osten des Reiches. Seine Töchter hat er mit politischem Gewinn verheiratet, seine Söhne sichern den Bestand des Hauses. Unbehelligt kann Konrad sein Erbe weitergeben, als er 1156 im Dom zu Meißen Schild und Schwert, die Zeichen der Macht, niederlegt und selbst in das von ihm gegründete Stift auf dem Petersberg eintritt, wo er am 5. Februar 1157 stirbt.
Mit ins Grab nimmt Konrad das dunkle Geheimnis um die Anfänge der ruhmreichen Geschichte des Hauses Wettin. Es ist Zeit, dasselbe zu lüften!
Sendung:
16.10.05, MDR, 20:15 Uhr
Drehorte:
Burg Wettin, Stiftskirche Petersberg, Albrechtsburg Meißen, Pegau, Naumburg, Gerbstedt, Welfesholz, Halle, Burg Querfurt, Doppelkapelle Landsberg, Museumsdorf Düppel (Berlin)