Mörder, Häscher und Halunken - Kriminalgeschichte und Geschichten

Mit Gewalt und unnachgiebiger Härte wurden in früheren Zeiten Verbrechen bekämpft.

Rudolf von Habsburg wandte im 13. Jahrhundert dazu noch List an, um Erfurt und Umgebung vom Raubrittertum zu befreien und somit Recht und Ordnung herzustellen.

Der Film gibt dem Zuschauer Einblicke in die mitteldeutsche Geschichte des Verbrechens und seiner Bekämpfung: Von geächteten, zum Abschuss freigegebenen Räubern im Mittelalter, über die Kindsmörderin im Wittenbergischen gelangen wir zu Carl Stülpner, dem Wilddieb und "Robin Hood" des Erzgebirges.

Im Mittelalter wurden aus Angst vor Gott kleinste Vergehen hart bestraft.

Die Nacht- und Nebelaktion des Kunz vom Kauffungen ging in die Geschichte ein.

Nachdem er vom Kurfürsten ungerecht behandelt wurde entführte er dessen Söhne.

Die DDR nutzte die Waldheimer Prozesse als Propagandaakt. (alle Bilder: Filmausschnitte)

Das Gefängnis in Waldheim.
Das Gefängnis in Waldheim.

Wer weiß noch, dass die moderne Kriminalistik zu Beginn des 20. Jahrhunderts mit den Ideen von Robert Heindl in Sachsen in Deutschland ihre ersten Erfolge gefeiert hat?

Der Rahmen des verbrecherischen NS-Staates gab Kriminellen wie Karl Koch, dem Kommandanten des Konzentrationslagers Buchenwald, erst die Möglichkeit, ihren düsteren Machenschaften zu frönen.

Und dass es in der DDR nicht gelingt, Kriminalität per Dekret abzuschaffen, zeigt die schreckliche Bluttat des Selbstmörders Erwin Schaper 1967 in Eisenach. 


Sendung:
14.10.2001, 20.15 Uhr, MDR

 

Der Autor und Regisseur: Lutz Pehnert

Lutz Pehnert wurde am 29.10.1961 in Berlin geboren. Von 1985 bis 1992 arbeitete er als Journalist für Tageszeitungen und Zeitschriften.

Seit 1995 ist er als TV-Journalist tätig und dreht u. a. Kulturreportagen für die ARD, für die Sendereihe "hierzulande" und das Kulturmagazin "artour" des MDR.

Der Kameramann: Wolfgang Gaube

Wolfgang Gaube, geboren 1968, begann nach Abschluss der Polytechnischen Oberschule und einer Schlosserlehre 1989 mit einer Ausbildung zum Kamera-Assistenten an der Fernsehakademie des DFF in Berlin. Während dieser Zeit drehte er sein erstes Werk als Kameramann "Ténéré - Wüste der Karawanen".

Nach Abschluss seiner Ausbildung arbeitete er als freier Kamera-Assistent beim MDR. Nach Dreharbeiten in Afrika für "Länder, Menschen, Abenteuer" und einer Ausbildung zum Cutter ist er seit 1994 als freier Kameramann und Cutter für verschiedene Sender (ARD, ZDF, SAT1, PRO7, RTL usw.) tätig. Neben mehreren Reportagen, Magazinbeiträgen und Werbefilmen arbeitete er 1999 unter anderem als 2. Kameramann bei der ARD Serie "In aller Freundschaft" mit.