Otto der Große - Der Kampf um die Krone

Otto legte den Grundstein für das Heilige Römische Reich deutscher Nation, das bis 1806 bestand. Sein Herrschaftsgebiet reichte von der Nordsee bis nach Neapel, seine Verbindungen bis nach Byzanz und Afrika.

Der Film über diesen herausragenden Herrscher des Mittelalters stellt mitteldeutsche Städte wie Magdeburg und Quedlinburg neben politische Machtzentren des 10. Jahrhunderts.

Aachen, Rom, Konstantinopel, alles Orte, die während Ottos Aufstieg zu einem der mächtigsten, außergewöhnlich erfolgreichen aber auch angefeindeten Herrscher entscheidende Stationen waren.

Ottos erste Frau, eine Slavin, war seine große Liebe.

Bis sein Vater Heinrich seine Frau ins Kloster schickt ...

... und Otto Edgitha, die Schwester des englischen Königs, heiraten muss.

Mit seiner Hausordnung handelte er sich viel Ärger ein. (alle Bilder: Filmausschnitte)

Otto der Große mit seiner zweiten Frau Edgitha, der Schwester des englischen Königs. (Bild: Filmausschnitt)
Otto der Große mit seiner zweiten Frau Edgitha, der Schwester des englischen Königs.
Ottos Königsthron im Aachener Dom. (Bild: Wikipedia.de / MBO163)
Ottos Königsthron im Aachener Dom.

Vorgestellt werden auch die Personen, die Ottos Schicksal maßgeblich beeinflusst haben: der Vater, König Heinrich I.; die drei Frauen, mit denen Otto Kinder hatte, eine slawische Prinzessin, Edgitha, die Schwester des englischen Königs, Adelheid, die Witwe des Königs von Italien; und die Brüder Heinrich und Thankmar, die Otto nach Macht, Besitz und Leben trachteten.

Widukind von Corvey, der schreibkundige Mönch, ohne den heute nur noch sehr wenig über das Leben Ottos des Großen überliefert wäre, spielt eine tragende Rolle im Film. Widukind, einst von Otto selbst beauftragt, die Geschichte vom Aufstieg der Sachsen aufzuschreiben, blickt im Film auf das Leben des großen Herrschers.

Die Erzählung beruht auf authentischen Zitaten aus der mittelalterlichen Chronik des Widukind von Corvey. Der Zuschauer erfährt, warum die Brüder mit immer neuen Intrigen und Aufständen Otto bekämpften, dessen großes Ziel es war, das Christentum unter den östlich von Elbe und Saale ansässigen Slawen fest zu verankern und in Magdeburg ein Erzbistum zu gründen.

Kurz nach dem Tod seines Vaters lässt sich Otto in Aachen mit 24 Jahren zum König wählen. Die entscheidende Zäsur, die Otto den Namen „der Große“ eintrug, war 955 der Sieg über die kriegerischen Ungarn auf dem Lechfeld. Das Jahr 962, Otto ist mit 43 Jahren auf dem Höhepunkt seiner Macht: in der Peterskirche wird er zum Kaiser gekrönt. Sein einziger Konkurrent ist nun der Kaiser von Konstantinopel.

Durch geschickte Heiratspolitik kann Otto auch dieses Problem lösen: er verheiratet seinen Sohn Otto II. mit der byzantinischen Prinzessin Theophanu. Der Film zeigt Ottos diplomatische Meisterstücke im Umgang mit dem Papst und seine kämpferische Entschlossenheit, die einmal errungene Macht zu zementieren, auch für die Nachkommen.

Sendung:

20.10.2002, 20.15 Uhr, MDR

Regisseur Dirk Otto. (Bild: MDR)
Regisseur Dirk Otto.

Der Regisseur: Dirk Otto

Während seines Regie-Studiums an der Filmhochschule in Potsdam-Babelsberg und als Regisseur im DEFA-Studio Babelsberg drehte Dirk Otto bis 1991 Kino- und TV-Filme verschiedenster Genres, z.B. „Als wir leben wollten“, „Clochards“, „Der letzte Morgen“ oder „Wir bleiben hier“. Ab 1992 war er Regisseur und Autor für Produktionsfirmen in Potsdam-Babelsberg, Berlin, Köln, Paris, München und Leipzig u.a. für den WDR, RTL, ARTE und MDR, SFB, ORB: u.a. „Helden a.D.“, „Märkisches Burgenland“, „Ravensbrück“.

Seit 1998 ist er für DREFA und OTTONIA auch Producer von TV- Filmen wie „Hitlers schwarzer Orden“ (ARD) und Miautor oder Regisseur bei Filmen wie z.B. „Fürstenzug und Montagsdemo“ (1999), „Tanz auf dem Vulkan- Weimarer Republik“(2000), „Maler, Musen und Moneten“ (2001).

 

Die Autorin: Petra Bertram

Petra Bertram wurde am 10. Juni 1969 in Hannover geboren. Sie ist in Bonn und New York aufgewachsen und hat 1995 ihr Studium der Politischen Wissenschaft in Berlin abgeschlossen.

Seit 1996 übernimmt sie verschiedene Regiearbeiten und realisiert zahlreiche Reportagen und Magazinbeiträge für öffentlich-rechtliche und private Sender. Petra Bertram lebt und arbeitet als freie Autorin in Berlin.

Ihre Arbeiten (Auswahl): Russisches Leben in Berlin, 1998; Rechte vor der Wahl, 1998; Prager Zeiten,1999; Ferne Welt Türkei, 2000; Für Kaiser, Volk und Vaterland, 2001

Die DarstellerInnen

Lothar Berger - Otto der Große
Bernhard Bozian Full Member - Konrad von Wettin