Radegunde – Die geraubte Prinzessin

Auf der Suche nach dem verlorenen Schatz der Thüringer Könige entdeckt der Film das Schicksal einer außergewöhnlichen Frau: Radegunde.

Geboren vor 1500 Jahren im Herzen Germaniens, wird sie zur letzten Überlebenden des Thüringer Königshauses, das in der Mitte Europas herrschte und in blutigen Kämpfen unterging.

In den Stürmen der Völkerwanderung machen die Kriege um das Erbe der Römischen Cäsaren die Königstochter Radegunde schon früh zur Waise, zerstören ihre Kindheit und ihre erste und einzige große Liebe. 

Radegunde wurde als einziger Überlebender ihrer Familie ins Frankenreich verschleppt.

Zu allem Überdruss musste sie den Mörder ihrer Familie, Frankenkönig Chlotar, heiraten.

Diese Fibel, die sie von ihrem Geliebten bekam, trug sie bei der Hochzeit.

Als ihr Mann ihren Bruder ermorden lässt, flieht sie ins Kloster.

Dieses Lesepult aus dem sechsten Jahrhundert soll Radegunde gehört haben.

(alle Bilder: MDR)

Radegunde wurde als einzige Überlebende ihrer Familie mit dem Frankenkönig Chlotar zwangsverheiratet.
Radegunde wurde als einzige Überlebende ihrer Familie mit dem Frankenkönig Chlotar zwangsverheiratet.

Einst war sie thüringische Prinzessin. Doch nach Jahrzehnte währenden, blutigen Feden, die sich über ganz Europa erstrecken, fällt Radegunde in die Hände der Feinde. Gefangen und verschleppt in fremde Lande wird sie den Mörder ihrer Familie zum Mann haben, wird Königin im Reich der Franken und die erste französische Heilige. Ihr Aufstieg von einer wehrlosen Geisel zur selbstbewussten Herrscherin und Intellektuellen, die Antike und Mittelalter vereint, macht Radegundes Leben zum Spiegel der Geburt einer neuen Epoche.

Sendung: 02.11.2003

Drehorte: Weimar, Oßmannstedt, Obermöllern, Stößen, Halle, Burgscheidungen, Sachsenburg, Großvargula, Westgreußen, Burg Lohra, Kirche Münchenlohra, Sondershausen, Poitiers, St. Benoit, Paris

Regisseur Dirk Otto (Bild: MDR)
Regisseur Dirk Otto

Der Regisseur: Dirk Otto

Während seines Regie-Studiums an der Filmhochschule in Potsdam-Babelsberg und als Regisseur im DEFA-Studio Babelsberg drehte Dirk Otto bis 1991 Kino- und TV-Filme verschiedenster Genres, z.B. „Als wir leben wollten“, „Clochards“, „Der letzte Morgen“ oder „Wir bleiben hier“. Ab 1992 war er Regisseur und Autor für Produktionsfirmen in Potsdam-Babelsberg, Berlin, Köln, Paris, München und Leipzig u.a. für den WDR, RTL, ARTE und MDR, SFB, ORB: u.a. „Helden a.D.“, „Märkisches Burgenland“, „Ravensbrück“.

Seit 1998 ist er für DREFA und OTTONIA auch Producer von TV-Filmen wie "Hitlers schwarzer Orden" (ARD) und Mitautor oder Regisseur bei Filmen der "Geschichte Mitteldeutschlands" wie z.B. "Fürstenzug und Montagsdemo" (1999), "Tanz auf dem Vulkan - Weimarer Republik" (2000), "Maler, Musen und Moneten" (2001) und im Jahr 2002 "Otto der Große - Kampf um die Krone" und "Elisabeth von Thüringen - Rebellin und Heilige".

Kameramann Kai-Uwe Schulenburg beim Dreh.
Kameramann Kai-Uwe Schulenburg beim Dreh.

Der Kameramann: Kai-Uwe Schulenburg

Kai-Uwe Schulenburg wurde 1962 in Eberswalde geboren. Nach dem Abitur arbeitete er 1980 im Bereich Dramaturgie am Theater der Stadt Schwedt.

Nach einem Volontariat im Filmstudio der NVA und beim Fernsehen der DDR besuchte er 1992 die Schauspielschule in Berlin. 1986 war er erster Regieassistent bei Rainer Simon für den Kinospielfilm "Wengler & Söhne". 1989-96 folgte ein Studium an der Film- und Fernsehakademie Berlin.

1994 veröffentlichte er das Buches "Stein und Name - Die jüdischen Friedhöfe auf dem Gebiet der ehemaligen DDR und Berlin". Seit 1991 arbeitet Kai-Uwe Schulenburg als freier Kameramann im Bereich Kultur und Dokumentation.

Der Autor: Steffen Jindra

Steffen Jindra wurde 1969 in Görlitz geboren. Nach Abschluss seines Studiums in Berlin und Leipzig kam der ausgebildete Historiker 1997 zum GMD -Team. Zunächst als Redaktionsassistent beschäftigt, gestaltet er die Filmreihe seit 2000 als Co-Producer mit („Strafe, Recht und Willkür“, 2000; „Mörder, Häscher und Halunken“, 2001). Mittlerweile produziert er eigenständig und arbeitet außerdem als Filmautor für die Reihe („Die Schwarzburger – Spuren vergangener Macht“, 2002).

Die DarstellerInnen

Rahel Habluetzel - Radegunde als Frau
Isabelle Gerwig - Radegunde Mädchen
Rahel Savoldelli - Amalaberga
Chlotar - Thiemo Schwarz

Das Projekt-Team

Redaktion: Winifred König
Autor/ Regisseur: Dirk Otto
Kamera: Kai-Uwe Schulenburg
Autor/ Producer: Steffen Jindra
Aufnahmeleitung: Silvia Hoehne, Arnold Konerding

Kostüm: Anna Macholz
Maske: Donka Holeček, Nadine Ostafinski
Ausstattung/Requisite: Friederike Meintke