Richard Wagner – Für König und Revolution

Mai 1849 – Dresden brennt, das Volk rebelliert und auf den Barrikaden steht ein Mann, der als Erneuerer der europäischen Musik Geschichte macht: Richard Wagner.

Sein politisches Revoluzzertum zwingt ihn jahrelang ins Exil, denn er wird steckbrieflich verfolgt. Bis zu seinem 52. Lebensjahr ist er auf der Flucht vor seinen Gläubigern.

Schließlich beschert ihm die Begegnung mit Bayernkönig Ludwig II. ein herrschaftliches Auskommen wie keinem anderen deutschen Komponisten je zuvor.

Untrennbar verbunden mit seinen politischen Grundanschauungen ist sein musikdramatisches Schaffen.

 

Richard Wagner (Peter Anders) war beides: rebellisch und königstreu.

Der kleine Richard (Jonathan Uhle-Wettler) spielt Theater.

Der Revoluzzer Wagner mit Gottfried Semper und Michail Bakunin.

Der junge Richard Wagner (Jens Lietzke) genießt die Musik.

Wagners Begegnung mit König Ludwig von Bayern (Friedrich Rößiger).

Das Traumpaar Richard (Peter Anders) und Cosima (Janet Richter).

Familie Wagner hat Nachwuchs bekommen.

Haus Wahnfried in Bayreuth. Hier wohnte der Komponist.

Der Regisseur André Meier weiß auch den Kleinen zu erklären, was zu tun ist.

Kameramann Kai-Uwe Schulenburg genießt die Sonne.

Wagner wollte mit seiner Musik nicht nur unterhalten. (Bilder: Berger/Richter)

Richard Wagner (Peter Anders) war beides: rebellisch und königstreu. (Bild: MDR)
Richard Wagner (Peter Anders) war beides: rebellisch und königstreu.
Der Revoluzzer Wagner mit Gottfried Semper (Jan Gregor) und Michail Bakunin (Udo Zischner). (Bild: MDR)
Der Revoluzzer Wagner mit Gottfried Semper (Jan Gregor) und Michail Bakunin (Udo Zischner).

Wagner lebt die Zeitenwenden und vereinigt die Paradoxien: Romantische Sehnsucht und anarchistische Rebellion, Treue zur Monarchie und sozialistische Hoffnungen, germanische Mythen und musikalische Revolutionierung der Oper.

Er ist eine Ausnahmegestalt: Kein Komponist hat eine so fanatische Anhängerschaft und ein so erbittertes Lager von Gegnern.

Erzählt wird die Geschichte eines nahezu größenwahnsinnigen „Kunstegoisten“, der alles, ob politische Revolution oder die Leidenschaft eines Königs in den Dienst seiner künstlerischen Kreativität stellt; eines Verführers, der für seine Visionen stets Massen von Bewunderern und enorme Geldsummen fand und eines Genies, dessen Opernwerk bis heute weltweit gefeiert wird.

Der Film folgt den wichtigen Wirkungsstätten Richard Wagners, bezieht Originaldokumente aus dem umfangreichen Nachlaß ein, vermittelt durch Spielszenen und kurze Opernausschnitte ein Bild dieser exzentrischen, genialen und widersprüchlichen Persönlichkeit.



Sendung:
23.11.2003, 20.15 Uhr, MDR

Drehorte:
Leipzig, Bad Lauchstädt, Schönwölkau, Dresden, Paris, Zürich, Bayreuth, Luzern

 

Der Regisseur André Meier weiß auch den Kleinen zu erklären, was zu tun ist.(Bild: MDR)
Der Regisseur André Meier weiß auch den Kleinen zu erklären, was zu tun ist.

Der Regisseur: André Meier

André Meier wurde 1960 in Berlin geboren. Seit 1992 arbeitete er als freier Autor für Presse, Rundfunk, Fernsehen und Theater. Er war als Redakteur der "Tageszeitung" (taz) in Berlin und als Korrespondent für die Kunstzeitschrift "Art" in Hamburg tätig.

1999 veröffentlichte er seinen Roman "Fixies" im Aufbau-Verlag Berlin. Regelmäßig schreibt er unter anderem für die "taz" und als Kunstkolumnist für "Das Magazin".

Seit 1996 gestaltet er gemeinsam mit dem ORB-Moderator Jürgen Kuttner an der Berliner Volksbühne einen monatlichen "Videoschnipselabend", der dort unter dem Titel "Mainz bis an die Memel" läuft und auch an anderen Theatern, z.B. in Duisburg, Zürich, Dresden, Leipzig und München aufgeführt wird. seit 2001 ist er für „Geschichte Mitteldeutschlands“ tätig.

Kameramann Kai-Uwe Schulenburg genießt die Sonne.
Kameramann Kai-Uwe Schulenburg genießt die Sonne.

Der Kameramann: Kai-Uwe Schulenburg

Kai-Uwe Schulenburg wurde 1962 in Eberswalde geboren. Nach dem Abitur arbeitete er 1980 im Bereich Dramaturgie am Theater der Stadt Schwedt.

Nach einem Volontariat im Filmstudio der NVA und beim Fernsehen der DDR besuchte er 1992 die Schauspielschule in Berlin. 1986 war er erster Regieassistent bei Rainer Simon für den Kinospielfilm "Wengler & Söhne".

1989-96 folgte ein Studium an der Film- und Fernsehakademie Berlin. 1994 Herausgabe des Buches "Stein und Name - Die jüdischen Friedhöfe auf dem Gebiet der ehemaligen DDR und Berlin". Seit 1991 arbeitet Kai-Uwe Schulenburg als freier Kameramann im Bereich Kultur und Dokumentation.

Die DarstellerInnen

Jonathan Uhle-Wettler - Richard Wagner (als Kind)
Jens Lietzke - Richard Wagner (15-30 Jahre)
Peter Anders - Richard Wagner (36 Jahre-Tod)
Doreen Kähler - Minna Wagner
Friedrich Rößiger - Ludwig II.
Jani Richter - Cosima von Bülow

Das Projekt-Team

Buch: Reinhold Jaretzky
Regie: André Meier
Kamera: Kai-Uwe Schulenburg
Kameraassistent: Thomas Richter
Schnitt: Andrea Kuschel
Licht: Mario Erdenberger, Torsten Häfner

Kostüm: Manuela Samson
Maske: Nadine Ostafinski
Ausstattung/Requisite: Friederike Meintke

Mischung: Hans Kölling
Sprecher: Gunter Schoß

Redaktionsassistenz: Claudia Anton
Aufnahmeleitung: Kristin Schwidop, Rainer Langenhagen
Produktionsleitung: Volker Holeček

Fachberater: Prof. Manfred Straube
Producer: Gabriela Reichelt
Redaktion: Winifred König
Leitung: Claudia Schreiner