Geburt blieb geheim
„Die Dreharbeiten sind für uns etwas ganz Besonderes und auch eine Anerkennung für unsere Arbeit“, sagt Producerin Dorothea Schrade von der OTTONIA. Das Leipziger Unternehmen produzierte die zweite Staffel der Zoo-Doku „Eisbär, Affe & Co.“ mit 40 neuen Folgen. Seit Anfang März laufen die Folgen im Ersten.
Absolute Ruhe beim Dreh
Vor Wilbärs Geburt galt es, einen Medienandrang wie bei Knut zu verhindern. Vor dem ersten Drehtag bei Wilbär Mitte Februar gab es für den Kameramann aus Stuttgart und seinen Leipziger Assistenten eine ausführliche Einweisung durch die Zoomitarbeiter. Die beiden Eisbären dürfen nicht angesprochen werden und brauchen absolute Ruhe. Länger als zehn Minuten darf das Eisbärenbaby nicht gefilmt werden.
Die kurzen Dreharbeiten sind nicht ganz einfach. Eisbärenmutter Corinna ist sehr neugierig und verstellt Kameramann Jens Klinger oft den Blick auf den kleinen Wilbär. „Das ist ein Geduldsspiel“, sagt er. Deswegen soll nun eine zweite Kamera im Gehege installiert werden, um Mutter und Sohn auch miteinander spielen sehen zu können.
Die Bilder kann Klinger nur mit einer handelsüblichen HD-Digi-Cam aufnehmen. Nur so kommt er nah genug an das Gitter heran, um die besten Bilder zu bekommen. Zurzeit drehen sie zweimal in der Woche das junge Eisbärenglück. Bei den Dreharbeiten ist das Kamerateam aber nie alleine. Mit dabei sind immer der Revierleiter und Tierpfleger, die aufpassen, dass nichts passiert und die vorgeben, wie nah das Kamerateam an die Eisbären heran darf.
Wiegen vor laufender Kamera
Beim bislang einzigen öffentlichen Wiegen brachte Wilbär sechs Kilogramm auf die Waage. Jens Klinger hielt mit der Kamera fest, wie die Pfleger den kleinen Eisbären impften und feststellten, ob er tatsächlich ein Junge ist. Das war das bislang einzige Mal, dass Wilbär von seiner Mutter getrennt wurde. Inzwischen bekommt der junge Eisbär seine ersten Zähne und wächst munter weiter. Ende April soll Wilbär mit Mutter Corinna das erste Mal das Freigehege in Augenschein nehmen. Jens Klinger und Torsten Backofen werden bereit sein.
Medienstar Wilbär
Der kleine Eisbär ist schon jetzt ein kleiner Medienstar. Der flauschige Nachwuchs hat beim Südwestrundfunk (SWR) eine eigene Internetseite. Die OTTONIA liefert für verschiedene Sendungen in der ARD und im SWR Beiträge und Material. So wird wöchentlich ein dreiminütiger Beitrag über die neuesten Fortschritte von Wilbär in „ARD Buffet“ gesendet. Zu Pfingsten wird es einen 90-minütigen Film über die Tierkinder in der Stuttgarter „Wilhelma“ geben. Da ist Wilbär selbstverständlich mit von der Partie. Ab Ende April gibt es auch bei EinsPlus, dem Digitalprogramm der ARD, wöchentlich Neuigkeiten von Wilbär zu sehen.
Pressemitteilung © OTTONIA Media GmbH 04/2008